Dienstgemeinschaft 2.0

Westfälische Landessynode 2017. Ihrem Rückblick auf die vielen Termine und Gespräche zu „Pfarrberuf in der Dienstgemeinschaft der Kirche“ endet Präses Annette Kurschus mit der Ankündigung: „Im kommenden Jahr möchte ich daran anknüpfen […] und in intensive regionale Dialoge mit weiteren Berufsgruppen unserer kirchlichen Dienstgemeinschaft eintreten.“

Auszug aus dem mündlichen Bericht von Präses Annette Kurschus auf der Westfäliwchen Landeskirche am 20.11.2017

Wir sagen: nur so macht das Sinn! Dienstgemeinschaft kann nicht in Reihe (erst die einen, dann die anderen) gestaltet werden sondern braucht die Stimme Aller. Das haben wir während des gesamten Prozesses eingefordert. Da ist es nur logisch, dass wir uns auch jetzt anbieten, diese Dialoge mit zu gestalten.

Überdies beschloß die Landessynode eine Reihe von Maßnahmen, die zu einer Dienstgemeinschaft aller Mitarbeitenden auf Augenhöhe hinwirken. Dazu gehören die Beratung über eine Personalplanung auf allen Ebenen, Klärung von Rollenklarheit zwischen den Professionen und weitere Öffnung von Arbeitsfelder für Nichttheologen, zum Beispiel in der Seelsorge.

Damit wird Dienstgemeinschaft gaben- und aufgabenorinetiert gestaltet und das nicht nur als Mangelverwaltung bei fehlenden Pfarrerinnen und Pfarrern. Das wertet die Kompetenzen und das Engagement der vielen Mitarbeitenden in den Gemeinden deutlich auf und eröffnet viele Möglichkeiten für die zukünftige Arbeit an der Dienstgemeinschaft.

 

 

Beteiligung bei Diskussion um Dienstgemeinschaft verstärkt

Die Synode der EKvW hat einen Zwischenbericht zum „Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirchen“ erhalten. In der Folge haben die Synodalen das weitere Vorgehen beraten. Hier die wesentliche Erweiterung: „Es ist sicherzustellen, dass die anderen Ämter und Dienste sowie das Ehrenamt im Blick behalten und beteiligt werden.“

Nicht mehr und nicht weniger: wenn um die Dienstgemeinschaft beraten wird, dann geschieht auch das schon in Gemeinschaft, unter Einbeziehung derer, die davon betroffen und daran interessiert sind. Es bleibt unsere Aufgabe, das mit Leben zu füllen und einzufordern, wo es nicht erfüllt wird.

Eine Anmerkung: Auch, wenn der Begriff der Dienstgemeinschaft kritisch, weil historisch vorbelastet (er findet seinen Ursprung in der NS-Zeit), vermieden wird, so trifft er besser, was gemeint ist, als der Alternativorschlag „Gemeinschaft der Dienste“. Dienstgemeinschaft ist mehr, als die Gemeinschaft der Dienste. Tischgemeinschaft ist mehr als due Gemeinschaft der Tische, es heißt gemeinsam am Tisch zu sitzen. Wir sind eine Gemeinschaft. Menschen, due gemeinsam dienen. das wird in dem ursprünglich verwendeten Begriff deutlicher. Und: nur, weil ein Begriff einst ideologisch verwendet wurde, so sollten wir uns doch gerade ihn mit neuem Leben füllen dürfen.

Auch schon in Dienstgemeinschaft diskutieren

Kirchliche Mitarbeitende fordern Beteiligung
In der laufenden Diskussion um das „Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirche“ steht ein ereignisreiches Jahr bevor. 10 Einzelveranstaltungen diskutieren am letzjährig angestoßenen Prozeß. Dabei steht oft Teamarbeit ud Multiprofessionalität im Pfarramt auf dem Programm. Der Berufsverband Gemeindepädagogik Westfalen-Lippe (BVG) fordert gemeinsam mit anderen Berufsgruppenvertretern eine stärkere Beteiligung an diesen Diskussionen ein. „Wo über Multiprofessionalität diskutiert wird, muss das doch schon in der Entwicklung zukünftiger Modelle multiprofessionell geschehen“, so der Vorsitzende des Berufsverbandes Gemeindepädagogik Dietrich Schneider: „Bleibt nicht unter Euch, öffnet die Fragestellung und signalisiert damit, dass es Euch Ernst ist mit Teamarbeit und gemeinsamen Dienst, von Anfang an.“ Dies gelte für die ganze Vielfalt der Mitarbeitenden in der Kirche. Verbunden ist diese Forderung mit dem Angebot, hierfür seitens der Berufsgruppen auch zur Verfügung zu stehen. 

Auf der Landessynode, die zurzeit in Bielefeld stattfindet, wurde ein Zwischenbericht zum Prozeß „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ vorgelegt. Darin werden die weiteren Schritte erläutert, auf der Landessynode 2017 wird dann entsprechende Beschlüsse fassen.

Der Zwischenbericht und weitere Dokukente sind auf der Seite www.pfarrdienst-mit-zukunft.de zu finden.

Personalbericht 2016

Im letzten Jahr gab es erstmals eine Personalbericht über alle Mitarbeitenden in der Landeskirche von Westfalen. Nun ist heute, mit der Landessynode 2016, auch ein neuer Personalbericht bzw. eine Weiterschreibung veröffentlicht worden. Er steht hier zur Verfügung.

Neu ist, dass die „anderen“ Berufe nun mehr Platz bekommen, so finden wir die ErzieherInnen oder Mitarbeitenden der Verwaltung auch beschrieben. Das ist doch ein guter Weg! Dienstgemeinschaft braucht vor allem die Wahrnehmung und Wertschätzung der verschiedenen Gaben und Kompetenzen.

Gesundheit – Berufspolitischer Fachtag

Gesundheit – Berufspolitischer Fachtag

Gesundheit! Danke!
Das hören oder sagen wir, wenn jemand niest. „Gesundheit“ – eine freundliche Anteilnahme, so was wie: Gute Besserung.
„Salute“ – in südeuropäischen Ländern ist das gar als Trinkspruch, als „Prost“ im Alltag ein täglicher Wunsch. Wie schön, wenn die Gesundheit einem keinen Strich durch die Rechnung macht, Hauptsache gesund. Doch was hat das mit unserem beruflichen Alltag zu tun? Kann man Gesundheit organisieren? Weiterlesen

Flexibel oder eingeengt?

Wie verträgt sich eigentlich die Arbeit im gemeindepädagogischen Arbeitsfeld mit der Familie? Ist es eine besondere Herausforderung, dort zu arbeiten? Oder bietet es gerade die Möglichkeit, frei und flexibel auch eigene Anforderung durch familiäre oder betreuende Tätigkeiten unter einen Hut zu bekommen?

familien-heute

Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wie geht das? (Foto: ekvw.de)

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Vorstandswahl – neuer Vorsitz

Die Mitglieder des Berufsverbandes Gemeindepädagogik e. V. (BVG) haben am 27.10. Dietrich Schneider zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zuvor war Jörg Neuhaus von diesem Amt aus beruflichen Gründen zurück getreten.

Neuer Vorsitzender ist das langjährige Vorstandsmitglied Dietrich Schneider

Neuer Vorsitzender ist das langjährige Vorstandsmitglied Dietrich Schneider

Schneider war bereits als Beisitzer und zuletzt Schriftführer Mitglied des Vorstandes. Der Diakon ist Öffentlichkeitsreferent im Ev. Kirchenkreis Unna. Besonders das Thema “Personalplanung” und die Aktion “Kirche braucht Vielfalt” waren neben der Öffentlichkeitsarbeit seine bisherigen inhaltlichen Schwerpunkte beim BVG.

Neuer Schriftführer ist nun Hartmut Klar, Jörg Neuhaus verbleibt als Beisitzer Mitglied des Vorstandes. Neuhaus hatte auf der Mitgliederversammlung im Landeskirchlichen Archiv zuvor in seinem letzten Bericht als Vorsitzender besonders die Bemühungen um Personalplanung und um die Weiterentwicklung des gemeindepädagogischen Arbeitsfeld herausgestellt. Hier bliebe auch in Zukunft für den nun neu aufgestellten Vorstand noch einiges zu tun.