Dienstgemeinschaft 2.0

Westfälische Landessynode 2017. Ihrem Rückblick auf die vielen Termine und Gespräche zu „Pfarrberuf in der Dienstgemeinschaft der Kirche“ endet Präses Annette Kurschus mit der Ankündigung: „Im kommenden Jahr möchte ich daran anknüpfen […] und in intensive regionale Dialoge mit weiteren Berufsgruppen unserer kirchlichen Dienstgemeinschaft eintreten.“

Auszug aus dem mündlichen Bericht von Präses Annette Kurschus auf der Westfäliwchen Landeskirche am 20.11.2017

Wir sagen: nur so macht das Sinn! Dienstgemeinschaft kann nicht in Reihe (erst die einen, dann die anderen) gestaltet werden sondern braucht die Stimme Aller. Das haben wir während des gesamten Prozesses eingefordert. Da ist es nur logisch, dass wir uns auch jetzt anbieten, diese Dialoge mit zu gestalten.

Überdies beschloß die Landessynode eine Reihe von Maßnahmen, die zu einer Dienstgemeinschaft aller Mitarbeitenden auf Augenhöhe hinwirken. Dazu gehören die Beratung über eine Personalplanung auf allen Ebenen, Klärung von Rollenklarheit zwischen den Professionen und weitere Öffnung von Arbeitsfelder für Nichttheologen, zum Beispiel in der Seelsorge.

Damit wird Dienstgemeinschaft gaben- und aufgabenorinetiert gestaltet und das nicht nur als Mangelverwaltung bei fehlenden Pfarrerinnen und Pfarrern. Das wertet die Kompetenzen und das Engagement der vielen Mitarbeitenden in den Gemeinden deutlich auf und eröffnet viele Möglichkeiten für die zukünftige Arbeit an der Dienstgemeinschaft.

 

 

Vorstand neu gewählt

In der Mitgliederversammlung am 11.9.2017 in Villigst wurde der Vorstand neu gewählt.
Vorsitzender bleibt Dietrich Schneider, Stellvertreter sind Michael Baloniak und Annette Greger, die Kasse wird weiter von Heike Müller-Gerlach geführt, Schriftführer bleibt Hartmut Klar. Beisitzer sind Anja Vogt, Britta Däumer, Jörg Neuhaus, Jörg Bielau, Kirstin Zipproth und Maik Voßwinkel.

Beteiligung bei Diskussion um Dienstgemeinschaft verstärkt

Die Synode der EKvW hat einen Zwischenbericht zum „Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirchen“ erhalten. In der Folge haben die Synodalen das weitere Vorgehen beraten. Hier die wesentliche Erweiterung: „Es ist sicherzustellen, dass die anderen Ämter und Dienste sowie das Ehrenamt im Blick behalten und beteiligt werden.“

Nicht mehr und nicht weniger: wenn um die Dienstgemeinschaft beraten wird, dann geschieht auch das schon in Gemeinschaft, unter Einbeziehung derer, die davon betroffen und daran interessiert sind. Es bleibt unsere Aufgabe, das mit Leben zu füllen und einzufordern, wo es nicht erfüllt wird.

Eine Anmerkung: Auch, wenn der Begriff der Dienstgemeinschaft kritisch, weil historisch vorbelastet (er findet seinen Ursprung in der NS-Zeit), vermieden wird, so trifft er besser, was gemeint ist, als der Alternativorschlag „Gemeinschaft der Dienste“. Dienstgemeinschaft ist mehr, als die Gemeinschaft der Dienste. Tischgemeinschaft ist mehr als due Gemeinschaft der Tische, es heißt gemeinsam am Tisch zu sitzen. Wir sind eine Gemeinschaft. Menschen, due gemeinsam dienen. das wird in dem ursprünglich verwendeten Begriff deutlicher. Und: nur, weil ein Begriff einst ideologisch verwendet wurde, so sollten wir uns doch gerade ihn mit neuem Leben füllen dürfen.

Auch schon in Dienstgemeinschaft diskutieren

Kirchliche Mitarbeitende fordern Beteiligung
In der laufenden Diskussion um das „Pfarramt in der Dienstgemeinschaft der Kirche“ steht ein ereignisreiches Jahr bevor. 10 Einzelveranstaltungen diskutieren am letzjährig angestoßenen Prozeß. Dabei steht oft Teamarbeit ud Multiprofessionalität im Pfarramt auf dem Programm. Der Berufsverband Gemeindepädagogik Westfalen-Lippe (BVG) fordert gemeinsam mit anderen Berufsgruppenvertretern eine stärkere Beteiligung an diesen Diskussionen ein. „Wo über Multiprofessionalität diskutiert wird, muss das doch schon in der Entwicklung zukünftiger Modelle multiprofessionell geschehen“, so der Vorsitzende des Berufsverbandes Gemeindepädagogik Dietrich Schneider: „Bleibt nicht unter Euch, öffnet die Fragestellung und signalisiert damit, dass es Euch Ernst ist mit Teamarbeit und gemeinsamen Dienst, von Anfang an.“ Dies gelte für die ganze Vielfalt der Mitarbeitenden in der Kirche. Verbunden ist diese Forderung mit dem Angebot, hierfür seitens der Berufsgruppen auch zur Verfügung zu stehen. 

Auf der Landessynode, die zurzeit in Bielefeld stattfindet, wurde ein Zwischenbericht zum Prozeß „Das Pfarramt in der Dienstgemeinschaft unserer Kirche“ vorgelegt. Darin werden die weiteren Schritte erläutert, auf der Landessynode 2017 wird dann entsprechende Beschlüsse fassen.

Der Zwischenbericht und weitere Dokukente sind auf der Seite www.pfarrdienst-mit-zukunft.de zu finden.

Personalbericht 2016

Im letzten Jahr gab es erstmals eine Personalbericht über alle Mitarbeitenden in der Landeskirche von Westfalen. Nun ist heute, mit der Landessynode 2016, auch ein neuer Personalbericht bzw. eine Weiterschreibung veröffentlicht worden. Er steht hier zur Verfügung.

Neu ist, dass die „anderen“ Berufe nun mehr Platz bekommen, so finden wir die ErzieherInnen oder Mitarbeitenden der Verwaltung auch beschrieben. Das ist doch ein guter Weg! Dienstgemeinschaft braucht vor allem die Wahrnehmung und Wertschätzung der verschiedenen Gaben und Kompetenzen.

Arbeitsfeld Gemeindepädagogik bleibt synodal vertreten!

Wie gut, wenn Menschen sich überzeugen lassen Und wie gut, wenn das auch in einem Landeskirchenamt geht. Als  „in der Kritik berechtigt“ wurde unser Widerstand zur Neuregelung der Berufung in die Landeskirche bewertet, als „bedauerlich“ die Entscheidung, dass das Arbeitsfeld nicht mehr synodal vetreten wäre. Da waren wir nämlich nicht mehr drin.

Nun ist als noch eine Berufung für das Arbeitsfeld Gemeindepädagogik aus o.g. Gründen erfolgt.Damit bleibt die Stimme der über 500 Mitarbeitenden im Arbeitsfeld auf der Landessynode erhalten. Danke allen, die sich mit uns dafür eingesetzt haben!

Wir sagen: Hut ab! und Danke! für diese Reaktion seitens der Kirchenleitung.

Wir müssen draußen bleiben

Wir müssen draußen bleiben

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Dienstgemeinschaft am Ende?

Es ist, wie in jedem Jahr November, bald wieder Landessynode. Doch „wir“ sind diesmal nicht dabei. Das „Arbeitsfeld Gemeindepädagogik“ hat keinen eigenen Platz mehr auf der Landessynode der Ev. Kirche von Westfalen.
Die Kirchenleitung beruft einzelne Menschen oder Verbände mit Sitz und Stimme zusätzlich zu den per Kirchenordnung festgelegten Plätze in die Synode. Dies kann sie ganz frei tun. In der Vergangenheit gab es auch einen Platz für das „Arbeitsfeld Gemeindepädagogik“ – wir als Berufsverband wurden um einen Vorschlag zur Besetzung gebeten. Weiterlesen

Gesundheit – Berufspolitischer Fachtag

Gesundheit – Berufspolitischer Fachtag

Gesundheit! Danke!
Das hören oder sagen wir, wenn jemand niest. „Gesundheit“ – eine freundliche Anteilnahme, so was wie: Gute Besserung.
„Salute“ – in südeuropäischen Ländern ist das gar als Trinkspruch, als „Prost“ im Alltag ein täglicher Wunsch. Wie schön, wenn die Gesundheit einem keinen Strich durch die Rechnung macht, Hauptsache gesund. Doch was hat das mit unserem beruflichen Alltag zu tun? Kann man Gesundheit organisieren? Weiterlesen